Kochkurs / Die Erste – Zur Franzi
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Kochkurs / Die Erste

Mit Freunden oder Bekannten zusammen kochen, nette Leute bewirten oder ihnen etwas Küchenpraxis näher bringen. In dieser Art einen schönen Abend zu verbringen, schwebte mir schon lange vor. Nun ist der Frosch ins Wasser gehüpft. Und es hat großen Spaß gemacht.

12 Tage ist es mittlerweile schon her, dass ich mit neun ambitionierten Hobbyköchen, absoluten Laien und interessierten Essern, ein Weihnachtsmenü gekocht habe. Ein lieber Freund, bat mich seinen Männerstammtisch mal etwas aufzulockern. Immer nur trinken macht dann doch keinen Spaß. Vorher noch etwas leckeres essen ist durchaus sinnvoll. Daher fand ich mich mit acht Männerstammtischteilnehmern und einem Weinkenner am Samstag Abend in einer wunderschönen Küche wieder.

Thema des Abends war es, ein Weihnachtsmenü für die ganze Familie zu kochen, welches jeder Teilnehmer eventuell dann sogar zu Hause nachkochen könnte. Gar nicht so einfach, aber man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben. Da Weihnachten keiner lange in der Küche stehen möchte, es möglichst von der Oma bishin zum Onkel allen schmecken und das Menü nicht zu kompliziert sein sollte, bin ich dann auf folgende Kombination gekommen:

Zum Start gab es ein paar Häppchen mit Avocadocreme und Landschinken, danach folgte als Vorspeise ein Rote-Beete-Salat mit Kräuterseitlingen. Der Hauptgang war dann eigentlich ein rückwärts gegartes Roastbeef mit Selleriepüree und Rotkohlschiffchen. Eigentlich, da der Backofen nicht so wollte wie wir. Deswegen wurden aus dem Roastbeef kurzer Hand Steaks. Passte auch. Als Nachtisch gab es dann Apfeltorte mit Rosmarin-Honig-Eis. Insgesamt ein harmonisches Menü, welches in die gesamte Winterzeit passt und (fast) allen schmeckt.

Dank der tatkräftigen Unterstützung aller Männer klappte das Menü wunderbar und das Essen fiel auch nicht schwer. Und dank einer super Weinbegleitung passte auch die flüssige Speise. Rundum ein gelungener Abend.

Lieber Tino, NOCHMALS vielen lieben Dank für die Organisation des schönnen Abends.

Ich freue mich schon auf das nächste Ereignis – in welcher Form auch immer.

 

WEIHNACHTSMENÜ

Rote-Beete-Salat mit Kräuterseitlingen

 400g Kräuterseitlinge

800g rote Beete

300g grüne kernlose Trauben

1 Bund glatte Petersilie

2 Schalotten

60g Walnusskerne

30g frischen Meerrettich

2 EL Ahornsirup

2 EL Dijonsenf

2 EL Schwarzes Johannisbeergelee

2 EL dunkler Balsamicoessig

4 EL Walnussöl

Olivenöl zum Braten

1 EL Butter

50ml Weißwein

einen halben Bund Thymian

Salz, Pfeffer

  • für die Vinaigrette Senf, Ahornsirup, Gelee, Essig, Walnussöl, Salz und Pfeffer mit einem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren
  • die Rote Beete schälen und grob raspeln
  • die Trauben einmal halbieren
  • die Petersilie klein hacken
  • die Walnusskerne grob hacken und in einer beschichteten Pfanne kurz rösten
  • alle Zutaten vermengen und mit der Vinaigrette vermischen, mindestens 30 Minuten ziehen lassen
  • die Schalotten schälen und fein schneiden
  • Kräuterseitlinge in kleine Würfel schneiden
  • Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schalotten kurz anbraten
  • Die Kräuterseitlingswürfel dazu geben und bei hoher Hitze kurz mit braten, mit Weißwein ablöschen, einkochen bis der Weißwein ganz verdunstet ist
  • Klein gehackten Thymian, Butter, Salz und Pfeffer zu den Pilzen geben und noch circa 5 Minuten bei kleiner Hitze garen
  • kurz vor dem Anrichten den Meerrettich fein auf den Salat reiben

Roastbeef rückwärts gegart mit Selleriepüree, Rotkohlschiffchen und Rotweinsauce

 1,2kg Roastbeef (mit Fettrand)

großer Bund Rosmarin

800g Sellerie

2 mehlig kochende Kartoffeln

400g Sahne

1 mittelgroßer Rotkohl

50ml Rotweinessig

4 EL Preiselbeeren aus dem Glas

2 Orangen

2 Zimtstangen

2 Schalotten

1 Apfel

vom Metzger: übrig gebliebenes vom Rind (Endstück, Fett, …), circa 200g

1 Möhre

½ Stange Lauch

1 Gemüsezwiebel

400ml Rinderfond

4 EL Kirschmarmelade

2 Lorbeerblätter

1 TL Pfefferkörner

1 EL Honig

1 EL Tomatenmark

½ Bund Thymian

Mondamin

1 Flasche trockenen Rotwein

Rapsöl

Olivenöl

Ein Glas Ghee

250g Butter

Salz, Pfeffer

Alufolie

Klarsichfolie

 

  • Das Fleisch circa 2 Stunden vor Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen
  • Rosmarinnadeln abzupfen, circa 100 g Butter langsam schmelzen und die Rosmarinnadeln rein tun
  • Das gesamte Fleisch mit Salz und der Rosmarinbutter einreiben und dann fest in Klarsichtfolie einpacken
  • Bei 80 Grad Umluft für mindestens 2 ½ Stunden in den Ofen legen
  • Am Ende der Garzeit muss das Fleisch eine Kerntemperatur von mindestens 55 Grad haben
  • Möhre, Lauch und Gemüsezwiebel grob schneiden und mit dem Tomatenmark und dem klein geschnittenen Rinderabfall in 2 EL Ghee anbraten, mit dem Honig vermengen und kurz weiterbraten
  • Mit einer halben Flasche Rotwein ablöschen, Rinderfond dazu geben und alles aufkoche
  • Pfefferkörner, Thymian und Lorbeer in den Sud geben, alles bei kleiner Hitze circa einer halbe Stunde köcheln und dann noch 1 Stunde ziehen lassen
  • vom Rotkohl die äußersten Blätter entfernen und dann den Kohl in acht Stücke schneiden, so dass der Strunk die einzelnen Teile noch zusammenhält
  • den Rotkohl in Rapsöl portionsweise in einer beschichteten Pfanne von beiden Seiten anbraten, zur Seite stellen
  • in einem kleinen Bräter oder einem Schmortopf 2EL Ghee erhitzen und die klein geschnittenen Schalotten darin anbraten, mit Essig, Saft der Orangen, 200ml Rotwein, Preiselbeeren, klein geschnittenen Apfelwürfeln und den Zimtstangen alles aufkochen
  • Rotkohl hineinlegen und circa 15 Minuten bissfest garen
  • Kurz vor Schluss mit einem Stückchen Butter und Salz würzen
  • für das Selleriepüree den Sellerie und die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden
  • die Würfel in kochendes Salzwasser geben und circa 20 Minuten garen
  • überschüssiges Wasser abgießen
  • Sahne und 50 g Butter, Salz und Pfeffer dazugeben und alles fein pürieren
  • Sauce durch ein Sieb gießen, Kirschmarmelade und ein Stück Butter hineingeben und alles nochmals aufkochen, mit Mondamin abbinden
  • Das Fleisch aus Folie entfernen und in 2 EL Ghee von allen Seiten nochmals scharf anbraten, in Alufolie einpacken und ruhen lassen so lange bis alle anderen Sachen auf dem Teller sind, in Scheiben aufschneiden

Apfeltarte mit Rosmarin-Honig-Eis

3 Rosmarinzweige

2 EL Akazienhonig

200 g Sahne

200 g Creme Fraiche

100 g Magerquark

30 g Puderzucker

2,5 kg Äpfel

Saft einer Zitrone

200 g Zucker

300 g Butter

250 g Mehl

1 Prise Salz

  • Sahne mit Rosmarinzweigen und Honig langsam aufkochen lassen
  • Die Mischung für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, dann durch ein Sieb gießen und mit Creme Fraiche, Magerquark und Puderzucker cremig rühren, in den Kühlschrank stellen
  • Die Äpfel schälen, entkernen und klein würfeln und mit dem Zitronensaft vermengen
  • Aus einer Prise Salz, dem Mehl, 50 g Zucker und 150 g kalter Butter einen Teig kneten und dann auf circa 26 cm Durchmesser rund ausrollen
  • 150 g Zucker in einer beschichteten Pfanne erhitzen, bis er anfängt braun zu werden, dann 150 g Butter in Stückchen mit in die Pfanne geben und bei kleiner Hitze unterrühren bis einer brauner Karamell entsteht
  • Äpfel dazugeben und abgedeckt circa 10 Minuten köcheln lassen
  • Den Teig mit Hilfe eines Teighebers auf die Äpfel legen, den Rand andrücken
  • Im vorgeheizten Ofen (Umluft 180 Grad) 45 Minuten backen, herausnehmen und 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf eine Tortenplatte stürzen
  • Die Masse für das Eis in eine Eismaschine füllen und zum cremigen Eis werden lassen
  • Falls keine Eismaschine vorhanden ist: in eine große flache Tupperbox füllen uns ins Gefrierfach stellen, dann alle halbe Stunde mit einer Gabel durchrühren bis das Eis fest ist

 

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About the author zurfranzi

Mein Name ist Franziska. Ich bin Mutter, leidenschaftliche Köchin und seit kurzem Foodbloggerin im Herzen des Taunus (Hessen).

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